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In ihrer ursprünglichen Heimat
Australien leben Wellensittiche in großen Schwärmen, fliegen weite Strecken zu
ihren Nahrungs- und Wasserquellen, fressen je nach Stand der Vegetation
halbreife oder reife Samen, Pflanzen, Fruchtstände usw. Unsere Wellensittiche
leben zwar schon seit vielen Generationen in Menschenhand, aber ihre genetisch
festgelegten, also angeborenen Verhaltensweisen haben sie kaum geändert. Darauf
müssen wir Rücksicht nehmen, damit sich unsere Vögel wohlfühlen.
Wellensittiche sind Schwarmvögel,
deshalb bitte niemals allein, sondern
mindestens zu zweit, besser noch in einem kleinen Schwarm halten. Ab sechs Vögel
wird es erst richtig interessant, dann werden Sie auch feststellen, dass jeder
Vogel eine kleine Persönlichkeit ist. Es gibt keine zwei Wellensittiche, die
sich vollkommen gleich verhalten.
Nachstehend sind diejenigen Punkte
aufgeführt, die mir für eine erfolgreiche, für Mensch und Tier angenehme
Wellensittichhaltung wichtig erscheinen. Vieles basiert auf den in
Internetforen immer wieder von Anfängern gestellten Fragen.
Natürlich kann im Rahmen dieser Seite nur stichwortartig auf die
verschiedenen Aspekte eingegangen werden. Ich empfehle daher, sich
mit dem Thema Vogelhaltung intensiver zu beschäftigen, Bücher
zu Rate zu ziehen und sich Informationen aus dem Internet einzuholen.
Wenn nachstehend von "Wellensittich" die Rede ist, dann geschieht dies nur
zur Vereinfachung, es wird immer davon ausgegangen, dass mehrere
vorhanden sind.
Ein paar Worte zur Mensch- /
Wellensittich-Beziehung
Sind sie
laut?
Wellensittiche sind von Haus aus keine
leisen Vögel, sie schwatzen fast ununterbrochen den ganzen Tag, mitunter
zetern oder schreien sie auch mal. Ihre Stimme ist jedoch nicht so laut, dass
sie Wände durchdringt, Nachbarn werden durch sie in
der Regel nicht gestört.
Werden
sie zahm?
Manche Wellensittiche sind von
Anfang an zahm, manche werden es nie! Die meisten Wellensittiche werden
zahm, wenn man sich viel und geduldig mit ihnen beschäftigt. Beim Gewöhnen an
die Hand niemals den Vogel bedrängen! Er bestimmt die Fluchtdistanz die Sie
einzuhalten haben. Mit Geduld und Kolbenhirse wird sich die Distanz zur Hand
alsbald verringern. Gerade junge Wellensittiche beißen gern in den Finger, dies
geschieht aus Neugier und Spiel und keinesfalls aus Bösartigkeit. Wenn
es zu heftig wird, mit dem Finger leicht auf den Schnabel tippen.Niemals
den Vogel ohne wichtigen Grund greifen, das mag er nicht und verschreckt ihn.
Lassen Sie ihn auf den Finger oder die flache Hand steigen. Gerne gehen
die Wellensittiche auch auf grobgestrickte Baumwollpulover und
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